
Ob eine Kerze gut oder schlecht brennt, hängt ab von
a) Reinheit und Qualität des Wachses
Links wurde zwei Teelichter und rechts zwei Kerzen mit Runddochten hergestellt. Bei den Dochten (Runddocht und Teelichtdocht) handelt es sich um Dochte, die speziell für Bienenwachs geeignet sind. Schon nach wenigen Minuten sieht man Unterschiede in der Höhe und Größe der Flamme. Bei den jeweils linken kerzen wurde sehr sauberes Wachs verwendet (industriell gereinigt). Die jeweils rechten Kerzen wurden aus einfach gereinigtem Bienenwachs hergestellt. Die nicht sichtbaren Verunreinigungen verstopfen den Docht, je länger die Kerze brennt. Deutlich kann man hier auch sehen, dass dieser Effekt bei Teelichtern extrem zu sehen ist. Je kleiner der Dochtdurchmesser, desto mehr macht sich die Qualität des Wachses bemerkbar. Es empfiehlt sich, bei der Verwendung von eigenem Wachs, eine Brennprobe mit Teelichtern durchzuführen. Hier ist entscheidend, dass man die Kerze auch eine Stunde brennen läßt. In den ersten Minuten sind die Flammen gleich groß, da sich der Docht erst im Verlauf der Zeit zusetzt.
Nicht alle Dochte eigenen sich für Bienenwachs. Unsere Dochte sind speziell für Bienenwachskerzen geeignet.
Kennt man die Dochtstärke einer Kerze nicht, so kann man diese über den Durchmesser bestimmen.
1) Schritt: Man misst den Durchmesser der Kerze an der dicksten Stelle. Man rundet den Durchmesser auf oder ab. (3,7 cm wird zu 4 cm aufgerundet. 8,2 cm ergeben beispielsweise 8 cm.
2) Bestimmung der Dochtgröße: Der gerundete Wert ist bei Kerzen bis ca. 4 cm genau die Dochtstärke.
Beispiel: Kerzendurchmesser 3,4 cm => gerundet 3 cm => Dochtstärke 3
WICHTIG: Ab einem Durchmesser von 5 cm sollte man Bei der Dochtstärke 2 addieren.
Beispiel: Kerzendurchmesser 7,8 cm => gerundet 8 cm => 8+2=10 => Dochtstärke 10
Haben Sie nicht den passenden Docht, können Sie auch eine Dochtstärke größer oder kleiner nehmen. Fehlt beispielsweise der 12er Docht, nehmen Sie Größe 11 oder 13. Mit dem größeren Docht liegen Sie auf jeden Fall günstiger.
Man sollte bei der Herstellung von Kerzen immer erst eine Probeguss fertigen, damit man den richtigen Dochtdurchmesser (und die Wachsqualität) überpüft.
Die oben beschriebene Berechnung der Dochtstärke bezieht sich auf die von uns verwendeten Docht und ist nicht allgemein gültig.
Achtung: Runddochte haben eine Brennrichtung.
Ist der Docht verkehrt herum in der Kerze, brennt diese nur schlecht oder gar nicht.Die Seite des Dochtes, an dem man später die Kerze anzündet, wird bei Meterware mit einem Knoten markiert (Pfeil, siehe Foto).

Bei Spulen ist die Kerzenspritze das aus Ende, was außen liegt und meist mit einer Nadel befestigt ist (Pfeil, siehe Foto).

Achtung: Flachdochte eigenen sich zum Kerzenziehen
Flachdochte haben keine Brennrichtung. Dadurch werden sie häufig zum Kerzenziehen verwendet werden. Der Flachdocht wird dabei auf Tauch-Gestellen ungeachtet der Richtung aufgezogen. Auch das Herstellen von 2 Kerzen an einem Docht wird durch die nicht vorhandene Brennrichtung möglich. Bei Paraffin, Stearin oder Mischungen werden auch überwiegend solche Dochte verwendet.